| (GZ-15-16-2025 - 31. Juli) | ||
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Grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit sind wichtiger denn je. Dieses Signal ging vom zweiten Euregio Inntal Gemeindetag aus. Die Veranstaltung im Rosenheimer Rathaus bot eine Plattform für den Austausch zu aktuellen Themen der Kommunen in Tirol und Bayern.
Barbara Schwaighofer, Präsidentin der Euregio Inntal, eröffnete die Tagung mit einem eindringlichen Appell an das Miteinander: „Gerade in der heutigen Zeit ist das grenzüberschreitende Miteinander von besonders hoher Bedeutung. Es stärkt unsere Region und fördert das Vertrauen und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen.“ Ihr Dank galt insbesondere den Sponsoren – der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling sowie der meine Volksbank Raiffeisenbank eG –, ohne deren Unterstützung Veranstaltungen wie diese, sowie andere grenzüberschreitende Projektvorhaben im Rahmen der Euregio, kaum realisierbar wären.
Auch Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März hob in seiner Funktion als Vizepräsident der Euregio Inntal den Wert dieser Zusammenkünfte hervor: „Der Austausch über Best Practices und innovative Projekte macht uns stark. Im Miteinander können wir leichter zukunftsfähige Lösungen für unsere Kommunen finden.“
Aus der kommunalen Praxis
Im Mittelpunkt des Gemeindetags standen praxisnahe Vorträge, die konkrete Projekte aus bayerischen und tirolerischen Gemeinden präsentierten. Pruttings Rathauschef Johannes Thusbaß berichtete über die erfolgreiche Revitalisierung eines Wirtshauses, das wieder zum sozialen Mittelpunkt der Gemeinde geworden ist. Um Verwaltungs- und Entwicklungsprozesse künftig gemeinsam zu gestalten, warb Wolfgang Knabel, Bürgermeister von Söll, für die Idee eines grenzüberschreitenden Gemeindeverbands. Sepp Loferer aus Schleching ließ Geschichte lebendig werden und präsentierte den „Schmugglerweg“, einen historischen Wanderweg mit Symbolkraft für die Verbindung der Regionen.
Die sogenannte Soziale Achse, ein Projekt zur Stärkung der Daseinsvorsorge und des sozialen Zusammenhalts im ländlichen Raum, stellte Josef Ritzer, Bürgermeister der Gemeinde Ebbs, vor. Daniel Mair aus Frasdorf präsentierte die „Topothek“, ein digitales Bürgerarchiv, das alte Fotos, Dokumente und Geschichten für die Nachwelt bewahrt. Simon Frank, Rathauschef von Aschau im Chiemgau, referierte zur Infrastruktur-Erschließung im Kampenwandgebiet und dem Berghütten-Förderprogramm, das sowohl Tourismus als auch lokale Wirtschaft stärkt. Den Abschluss bildete Manuel Tschenet, Geschäftsführer von Kufstein Mobil, mit einem Überblick über aktuelle Mobilitätsprojekte im Raum Kufstein, die auf nachhaltige, grenzüberschreitende Verkehrslösungen setzen.
Esther Jennings, Geschäftsführerin der Euregio Inntal, verwies in einem kurzen Beitrag auf die erfolgreiche Projektarbeit der vergangenen Jahre. Zahlreiche Initiativen seien mit EU-Mitteln gefördert und umgesetzt worden – ein Beweis für die Schlagkraft der Euregio-Strukturen.
Zum Abschluss unterstrich Oberbürgermeister März nochmals den strategischen Wert der Euregio: „In Zeiten von Veränderungen und Herausforderungen ist der gegenseitige Austausch der Schlüssel zu einer starken und zukunftsfähigen Region.“ Mit dem zweiten Gemeindetag sei ein weiterer Schritt in diese Richtung getan worden – mit Blick auf eine Region, die über Grenzen hinweg denkt und handelt.
DK
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