| (GZ-18-2025 - 25. September) | ||
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Die Landräte Ben Schwarz (Roth) und Manuel Westphal (Weißenburg-Gunzenhausen) sowie Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß haben beim BRK Südfranken einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Angeregt hatte dies das BRK selbst, nachdem das Trio gemeinsam mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung die Ersthelfer-App „Team Bayern Lebensretter“ kennengelernt hatte.

Roths Landrat Ben Schwarz, Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß und Landrat Manuel Westphal (Weißenburg-Gunzenhausen) übten sich in Erster Hilfe und führten auch eine Reanimation mit einem Defibrillator an der Puppe durch.Bild: Landratsamt Roth/Petra Schopplocher
Die App alarmiert bei Herzinfarkt oder Herz-Kreislauf-Stillstand nicht nur den Rettungsdienst, sondern auch registrierte Freiwillige in der Nähe. Sie können so wertvolle Minuten überbrücken und mit der Reanimation beginnen, bis die Profis eintreffen.
Als Schirmherren des Projekts wollten Schwarz, Westphal und Reiß selbst ein Zeichen setzen. BRK-Ausbildungsleiter Marco Windisch verdeutlichte die Dringlichkeit: Im Rettungsdienstbereich Mittelfranken Süd gibt es jährlich rund 400 Reanimationen – nur jeder sechste Patient erreicht lebend das Krankenhaus. Umso wichtiger sei schnelles Handeln.
Im Kurs erfuhren die Politiker, wie wichtig Defibrillatoren sind: Über 600 Geräte hängen im Bereich des BRK-Kreisverbands, deren Standorte ebenfalls über die App angezeigt werden. Die moderne Technik mache die Bedienung leicht. „Das Gerät spricht mit Ihnen und führt sicher durch die Reanimation“, so Windisch.
Im praktischen Teil übten die Kommunalpolitiker Herzdruckmassagen. Alle waren überrascht, wie anstrengend zwei Minuten Reanimation sein können. „Da merkt man, wie hilfreich ein zweiter Helfer ist“, so das Fazit. Windisch betonte: „Nach 30-mal Drücken und Beatmen weiß man, was man getan hat.“
Die App unterstützt nicht nur während des Einsatzes mit Anweisungen und Taktgeber, sondern auch danach mit Nachbetreuung. Helfer im Umkreis von 400 Metern erhalten eine genaue Wegbeschreibung zur Einsatzstelle und können selbst entscheiden, ob sie den Auftrag annehmen. „Die Auffrischung hat uns Sicherheit gegeben und zur Registrierung animiert“, erklärten Schwarz, Reiß und Westphal übereinstimmend. Der Crash-Kurs, auch für Bürger offen, sensibilisiere für das Thema Erste Hilfe. Denn ein Herz-Kreislauf-Stillstand könne jeden und überall treffen. Das gemeinsame Fazit: „Gut, wenn dann schnell Hilfe kommt.“
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