V.l. Constanze von Hassel und Andrea Degl. Bild: Sarah Honold

Andrea Degl, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags, im Interview: „Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren“

Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen, kommunale Krankenhäuser schreiben Millionendefizite und neue Rechtsansprüche bringen zusätzliche Kosten. Für Andrea Degl ist deshalb klar: Mit immer neuen Finanzspritzen allein lässt sich die kommunale Krise nicht lösen. Im Gespräch mit der Bayerischen GemeindeZeitung fordert sie eine grundlegende Aufgabenkritik, mehr Eigenverantwortung und eine Gesetzgebung, die wieder stärker auf die Praxis hört. Trotz der angespannten Lage plädiert Degl dabei vor allem für eines: mehr Zuversicht und weniger Jammern.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Landrat Stefan Löwl über die veränderte Sicherheitslage und die Schlüsselrolle der Kommunen: Forum Zivile Verteidigung 2026: „Resilienz kann man nicht improvisieren“
Landrat Stefan Löwl, Landkreis Dachau. Bild: Landkreis Dachau

Landrat Stefan Löwl über die veränderte Sicherheitslage und die Schlüsselrolle der Kommunen: Forum Zivile Verteidigung 2026: „Resilienz kann man nicht improvisieren“

Cyberangriffe, Sabotage, Desinformation und mögliche Ausfälle kritischer Infrastruktur stellen Landkreise, Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Anlass für den Landkreis Dachau gemeinsam mit der Bayerischen GemeindeZeitung am 18.11.2026 ein Forum Zivile Verteidigung zu organisieren. Im Interview erklärt Landrat Stefan Löwl, warum kommunale Handlungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Selbstschutz frühzeitig vorbereitet werden müssen und welchen Beitrag die Veranstaltung dazu leisten soll.

GZ-15-16-2026 vom 14.07.2026
Innenminister Joachim Herrmann stellt Verfassungsschutzinformationen vor: Innere und äußere Gegner greifen Demokratie an
Staatsminister Joachim Herrmann. Bild: Bayerisches Innenministerium

Innenminister Joachim Herrmann stellt Verfassungsschutzinformationen vor: Innere und äußere Gegner greifen Demokratie an

„Auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnten zahlreiche Aktivitäten von inländischen Extremisten und ausländischen Akteuren festgestellt werden, die unsere Demokratie mit unterschiedlichsten Methoden und Zielsetzungen angreifen.“ Dieses Fazit zog Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung der Verfassungsschutzinformationen für das erste Halbjahr 2026. „Für das Funktionieren unserer Demokratie ist es wichtig, den Angriffen als überzeugte Demokraten selbstbewusst und verantwortungsbewusst entgegenzutreten.“ Demokratie sichere politische Teilhabe, schütze vor staatlicher Willkür, garantiere die Wahrung der Menschenrechte und ermögliche allen ein Leben in Freiheit, Gleichheit und Sicherheit, erklärte Herrmann.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026

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Folge 18: INTERFORST-Projektleiterin Petra Hess, Christian Kaul und Ralf Dreeke über KI, Forsttechnik und neue Formen der Zusammenarbeit | Wie Technik und Vernetzung den Wald der Zukunft verändern

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Wald im Wandel: Wie Technik und Vernetzung die Forstwirtschaft verändern

GZ-18-2026 vom 24.09.2026
Folge 17: Tüßlings Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel über nachhaltige Entscheidungen in Zeiten knapper Kassen  und Vertrauen in die Menschen vor Ort | Was Politik vom Wald  lernen kann

Folge 17: Tüßlings Bürgermeisterin Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel über nachhaltige Entscheidungen in Zeiten knapper Kassen und Vertrauen in die Menschen vor Ort
Was Politik vom Wald lernen kann

GZ-15-16-2026 vom 30.07.2026
Folge 16: Roman Pekis & Matthias Schlicker | Vom Schlammgraben zum Lebensraum - Wenn Bürger ihren Bach zurückholen

Folge 16: Roman Pekis & Matthias Schlicker | Vom Schlammgraben zum Lebensraum:
Wie die Gemeinde Baar die Kleine Paar revitalisierte

GZ-13-2026 vom 02.07.2026
Der neue Verwaltungsratsvorsitzender der BVK Beamtenversorgung Hans-Peter Mayer, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Gemeindetag. Bild: Bayerischer Gemeindetag

Jahresabschluss 2025 mit Rekordverzinsung – Hans-Peter Mayer neuer Verwaltungsratsvorsitzender Bayerischer Versorgungsverband trotzt schwierigen Rahmenbedingungen

Der Bayerische Versorgungsverband (BVK Beamtenversorgung) hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Der Verwaltungsrat nahm den Jahresabschluss Mitte Juli 2026 zustimmend zur Kenntnis, entlastete die Geschäftsführung und genehmigte zugleich den Wirtschaftsplan für das Jahr 2027.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
GZ Fahne

Ganztagsausbau vor nächster Etappe: Mehr Kitas und Personal

Bayern ist mit einem Rekord bei den Kindertageseinrichtungen in das neue Kita-Jahr gestartet. Zudem steht mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder eine weitere große Aufgabe bevor. Familienministerin Ulrike Scharf sieht den Freistaat dafür gut gerüstet, wie sie auf einer Pressekonferenz in München betonte.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
GZ Fahne

Landkreise sind faktisch längst die zweite Pflegekasse

Der Deutsche Landkreistag (DLT) warnt angesichts der Finanzprobleme der Pflegeversicherung vor einer weiteren Verlagerung von Pflegekosten in die kommunal finanzierte Sozialhilfe. Der GKV-Spitzenverband prognostiziert für das laufende Jahr ein Defizit der sozialen Pflegeversicherung von 4,4 Mrd. Euro.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Neues aus dem Kabinett: Bayern legt Europa-Strategie vor
Aus dem bayerischen Kabinett

Neues aus dem Kabinett: Bayern legt Europa-Strategie vor

Ministerpräsident Markus Söder hat mit seinem Kabinett eine Europa-Strategie für die Zukunft der Europäischen Union vorgelegt. Nach einer Sitzung des Ministerrats betonte Söder: „Bayern ist für Europa und die Europäische Union. Sie ist unser wichtigster Markt. Wir wollen, dass dieser Markt weiter funktioniert. Anders als radikale Kräfte, die aus dem Euro und Europa aussteigen wollen, setzen wir auf die Kraft, die Europa hat. Um diese Kraft zu entfalten, braucht es aber mehr Freiheit und weniger Bürokratie.“

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
CSU und Freie Wähler zum Bayernjahr: Freiwilliges Engagement stärken
GZ Fahne

CSU und Freie Wähler zum Bayernjahr: Freiwilliges Engagement stärken

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat gemeinsam mit der Fraktion der Freien Wähler das Konzept des Bayernjahres vorgestellt. Zugleich setzen sich die Regierungsfraktionen auf Bundesebene für die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres für alle ein. Der Startschuss für das Bayernjahr soll nach Angaben von CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek frühestens im Herbst 2027 erfolgen.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Spontan vorbeischauen ist nicht mehr: Seit der Corona-Krise sind Rathäuser und Landratsämter deutlich schwerer zugänglich
Gerade für nicht-internetaffine Senioren ist es oft kompliziert, einen Termin bei einer Behörde zu bekommen. Bild: Pat Christ

Spontan vorbeischauen ist nicht mehr: Seit der Corona-Krise sind Rathäuser und Landratsämter deutlich schwerer zugänglich

Ruft man bei Yvonne Beck im Rathaus des Marktes Maroldsweisach an, weil man irgendetwas zu erledigen hat, sagt die Standesbeamtin in der Regel: „Kein Problem, kommen Sie in einer Viertelstunde vorbei!” Davon können Bürgerinnen und Bürger in großen Städten Bayerns nur träumen. Vielerorts ist es nicht mehr möglich, direkt zu einer Behörde zu gehen. Termine müssen vereinbart werden. Immer mehr Kommunen wünschen, dass dies online geschieht. Bis es zum Termin kommt, kann dauern.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Dr. Dr. Kristina Becker, Erste Bürgermeisterin der Stadt Treuchtlingen. Bild: Dietmar Denger
GZ zu Gast bei... Dr. Dr. Kristina Becker, Erste Bürgermeisterin der Stadt Treuchtlingen
Constanze von Hassel
Kolumne von Constanze von Hassel Bereit für den Ernstfall?
Pino
Pinos Welt Wer wirbt am besten für Demokratie und begeistert für Freiheit?
Der Augsburger Stadtwald ist das Trinkwasserschutzgebiet der Stadt. 70 km Bäche durchziehen den Wald.  © Stadt Augsburg

Sonderdruck zur INTERFORST 2026: Zukunftsperspektiven für den Kommunalwald

Wie können Kommunen ihre Wälder fit für die Zukunft machen? Der neue Sonderdruck der Bayerischen GemeindeZeitung zur INTERFORST 2026 zeigt praxisnahe Lösungen für die aktuellen Herausforderungen im Kommunalwald – vom Klimawandel und klimaresilienten Waldumbau bis hin zu Fachkräftemangel und knappen finanziellen Ressourcen.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
GZ-Interview mit Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger: „125 Jahre schafft man nur mit Innovationskraft und Mut“
V.l.: Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Geschäftsführer Tim Oßwald und Prof. Gerhard Mayer vor dem neuen Unimog der Stadt Neu-Ulm. Bild: CH

GZ-Interview mit Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger: „125 Jahre schafft man nur mit Innovationskraft und Mut“

125 Jahre Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge waren für Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger Anlass, über die Bedeutung von Traditionsunternehmen, die schwierige Finanzlage der Kommunen und die besonderen Stärken des Standorts Neu-Ulm zu sprechen. Im Interview mit der Bayerischen GemeindeZeitung erklärt sie, warum Unternehmen wie Wilhelm Mayer weit mehr sind als Arbeitgeber und weshalb die Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm in ihren Augen einzigartig ist.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
Nachruf auf Josef Deimer: Ein Leben für Landshut und die Kommunen
Bildarchiv Bayerischer Landtag/Ilona Niederhof

Nachruf auf Josef Deimer: Ein Leben für Landshut und die Kommunen

Trauer um Josef Deimer: Der frühere Landshuter Oberbürgermeister prägte seine Heimatstadt 35 Jahre lang und war fast drei Jahrzehnte Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Am 12. August ist der CSU-Politiker im Alter von 90 Jahren gestorben. „Bayern trauert um einen der prägendsten Kommunalpolitiker in der Geschichte des Freistaats“, ließ Ministerpräsident Markus Söder verlauten. Deimer sei über Jahrzehnte eine „starke und unüberhörbare Stimme in der Politik“ gewesen. „Bürgernah, mutig, eigenständig und unbeirrt verkörperte er das, was die kommunale Familie so stark macht: Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Bodenständigkeit.“

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
V.l. Moderatorin Constanze von Hassel, Bayerische GemeindeZeitung, Studenten-Vertreter Vitus Heigenhauser, Andreas Löffert Geschäftsführer Zweckverband Hafen Straubing-Sand und Biocampus GmbH, Dr. Norbert Fröhlich, Geschäftsführer des TUM-Campus, Dr. Bernhard Widmann, Leiter des Technologie- und Förderzentrums (TFZ), Edmund Langer, Geschäftsführer c.a.r.m.e.n. e.V., Landrat Tobias Beck, Landkreis Straubing-Bogen und Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Stadt Straubing. Bild: c.a.r.m.e.n. e.V.

25 Jahren KoNaRo: Straubing als Werkbank der Bioökonomie

Bei der Jubiläumsdiskussion zu 25 Jahren KoNaRo ging es um weit mehr als nachwachsende Rohstoffe: Eingebettet in das zweitägige C.A.R.M.E.N.-Symposium „Energie und Rohstoffe der Zukunft“ diskutierten Vertreter aus Kommunalpolitik, Forschung, Beratung, Wirtschaft und Studentenschaft über kommunale Weitsicht, regionale Wertschöpfung und Bayerns Weg zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
C.A.R.M.E.N.-Symposium in Straubing: Wärmewende gelingt vor Ort
Gruppenfoto

C.A.R.M.E.N.-Symposium in Straubing: Wärmewende gelingt vor Ort

Biogasbasiertes Wärmenetz der Gemeinde Röslau mit dem Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet - Gleich mehrere Anlässe prägten den Staatsempfang im Rahmen des diesjährigen C.A.R.M.E.N.-Symposiums in Straubing: die Verleihung des Förderpreises Nachwachsende Rohstoffe 2025, des Ernst-Pelz-Preises 2025 sowie das 25-jährige Bestehen des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe, kurz KoNaRo.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026

Politik & Gesellschaft

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Kinderschutz in Bayern: Mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung

Zahl der festgestellten Gefährdungen seit 2020 um rund zehn Prozent gestiegen – 3.071 familiengerichtliche Maßnahmen - Schweinfurt. Die Zahl der festgestellten Kindeswohlgefährdungen in Bayern ist in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. 2025 registrierten die Jugendämter 7.019 Fälle und damit 9,9 Prozent mehr als 2020. Die Zahl der familiengerichtlichen Maßnahmen blieb dagegen nahezu unverändert. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik hervor.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Kinderbibliothekspreis 2026: Die Preisträgerinnen und Preisträger des Kinderbibliothekspreis 2026 sowie der Preisträger Jona Manow und die Nominierten des Preises „Korbinian - Paul Maar-Preis für neue Talente“. Vgl. unseren Bericht auf Seite 5.  Bild: Andreas Fuchs/ Bayernwerk AG

Fünf bayerische Büchereien ausgezeichnet: „LeseOrte. Die stark machen“

Unter dem Motto „LeseOrte. Die stark machen“ hat die Bayernwerk Netz GmbH im Kesselhaus Kolbermoor fünf bayerische Büchereien für ihr besonderes Engagement in der Leseförderung von Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet. Der Kinderbibliothekspreis feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Die TikTok-Jugendredaktion der Jugendbeteiligung Augsburg erhielt einen Preis für ihr Projekt „Kommunalwahl4you“. Bild: Bayerisches Innenministerium/Alexandra Beier

Bayerischer Engagiert-Preis 2026: Ehrenamtliche schenken Hoffnung

Bayern ist Ehrenamtsland. Bei der Verleihung des Bayerischen Engagiert-Preises in München würdigte Innenminister Joachim Herrmann herausragende Leistungen im Ehrenamt für die Sicherheit der Menschen in Bayern, im Sport und in der Integration. „Ehrenamtliche schenken Hoffnung, stiften Gemeinschaft und übernehmen Verantwortung“, betonte der Minister. Mehr als fünf Millionen Menschen engagierten sich im Freistaat freiwillig für andere. „So unterschiedlich die Aufgaben auch sind – eines verbindet jedes Ehrenamt: Menschen setzen ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Energie dafür ein, das Leben anderer Menschen sicherer, besser oder schöner zu machen.“

GZ-17-2026 vom 10.09.2026

Praxis vor Ort

Bildarchiv Bayerischer Landtag/Ilona Niederhof

Nachruf auf Josef Deimer: Ein Leben für Landshut und die Kommunen

Trauer um Josef Deimer: Der frühere Landshuter Oberbürgermeister prägte seine Heimatstadt 35 Jahre lang und war fast drei Jahrzehnte Vorsitzender des Bayerischen Städtetags. Am 12. August ist der CSU-Politiker im Alter von 90 Jahren gestorben. „Bayern trauert um einen der prägendsten Kommunalpolitiker in der Geschichte des Freistaats“, ließ Ministerpräsident Markus Söder verlauten. Deimer sei über Jahrzehnte eine „starke und unüberhörbare Stimme in der Politik“ gewesen. „Bürgernah, mutig, eigenständig und unbeirrt verkörperte er das, was die kommunale Familie so stark macht: Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Bodenständigkeit.“

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
V.l. Constanze von Hassel und Andrea Degl. Bild: Sarah Honold

Interview: Andrea Degl, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags, im Interview: „Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren“

Die Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen, kommunale Krankenhäuser schreiben Millionendefizite und neue Rechtsansprüche bringen zusätzliche Kosten. Für Andrea Degl ist deshalb klar: Mit immer neuen Finanzspritzen allein lässt sich die kommunale Krise nicht lösen. Im Gespräch mit der Bayerischen GemeindeZeitung fordert sie eine grundlegende Aufgabenkritik, mehr Eigenverantwortung und eine Gesetzgebung, die wieder stärker auf die Praxis hört. Trotz der angespannten Lage plädiert Degl dabei vor allem für eines: mehr Zuversicht und weniger Jammern.

GZ-17-2026 vom 10.09.2026
Wenige Monate nach der regulären Kommunalwahl am 8. März fanden in einigen bayerischen Städten und Gemeinden Neuwahlen statt: Bürgermeisterwahlen in Bayern

Wenige Monate nach der regulären Kommunalwahl am 8. März fanden in einigen bayerischen Städten und Gemeinden Neuwahlen statt: Bürgermeisterwahlen in Bayern

Der neue Bürgermeister von Eppenschlag (Landkreis Freyung-Grafenau) heißt Manfred Schneider. Der gemeinsame Kandidat von FW und CSU war alleiniger Bewerber und holte 94,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 48,2 Prozent.

GZ-15-16-2026 vom 30.07.2026
Hochgeförderte Kläranlage: Vom Energiefresser zum Energieerzeuger
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Hochgeförderte Kläranlage: Vom Energiefresser zum Energieerzeuger

Die Stadt Bad Kissingen empfängt Staatsminister Christian Bernreiter zum Abschluss der ersten Bauphase ihrer hochgeförderten Kläranlage - Es ist Zeit umzudenken. Dort, wo die Städte und Kommunen besonders viel Energie benötigen und entsprechend hohe Ausgaben anfallen, kann man mit kluger Strategie echte Wendeprojekte umsetzen. Bad Kissingen wagt einen Umbau im laufenden Betrieb seiner Kläranlage und hat dafür aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 5,6 Millionen Euro erhalten. Das Projekt ist so durchdacht, dass Staatsminister Bernreiter beim Besuch der Kläranlage weitere zwei Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln versprochen hat.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
Gruppenfoto

Verleihung des Bayerischen Energiepreises: Innovative Best Practice-Lösungen

Mit dem Bayerischen Energiepreis 2026 hat der Freistaat erneut herausragende Projekte gewürdigt, die zeigen, wie die Energiewende in der Praxis gelingen kann. Im Münchner Bergson Kunstkraftwerk überreichte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Auszeichnungen an neun Projekte aus Kommunen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Energiewirtschaft. Insgesamt waren rund 200 Bewerbungen eingegangen. Prämiert wurden innovative Lösungen in den Bereichen kommunale Energiekonzepte, industrielle Energieeffizienz, Energieinfrastruktur, Gebäudetechnik, Digitalisierung sowie Energieforschung.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
Foto des Höllenstein-Kraftwerks

Zukunftstechnologie mit bayerischem Machergeist: 100 Jahre Kraftwerk am Höllensteinsee

Mit einem feierlichen Festakt hat die Kraftwerk Am Höllenstein AG das 100-jährige Jubiläum des Kraftwerksbetriebs am Höllensteinsee begangen. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Wegbegleiter kamen dazu im Höllensteinhaus zusammen, um ein Jahrhundert Wasserkraft, Ingenieurskunst und regionale Energiegeschichte zu feiern.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
GZ Fahne

Kommunale Wärmeplanung: Neue Daten bis auf Baublockebene

Kehrbuch- und Zensusdaten im Energie-Atlas liefern Grundlagen für Wärmenetze, Sanierung und klimaneutrale Versorgung - Seit Mai 2026 stehen im Energie-Atlas Bayern neue, kleinräumige Daten zur Wärmeversorgung auf Baublockebene bereit. Grundlage sind Kehrbuchdaten des Berichtsjahres 2023 und Ergebnisse des Zensus 2022, aufbereitet vom Bayerischen Landesamt für Statistik nach einem Modell des Landesamts für Umwelt.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
Foto von zwei Personen vor einem Fahrzeug

Bucher Municipal zieht positives Fazit zur IFAT 2026

Die Bucher Municipal zieht eine positive Bilanz ihrer Teilnahme an der IFAT 2026. Vom 4. bis 7. Mai präsentierte das Unternehmen in Halle C6 seine Lösungen für den kommunalen Einsatz einem internationalen Fachpublikum.

GZ-12-2026 vom 18.06.2026
Der ORTEN ET 400 U, ein vollständig elektrifizierter Unimog. Bild: MH

Zwischen Pioniergeist und Praxistest: Elektrische Geräteträger für den Bauhof

Bei einem Praxisworkshop der Henne Nutzfahrzeuge GmbH in Heimstetten bei München standen Ende Mai drei sehr unterschiedliche Ansätze für kommunale Elektromobilität im Mittelpunkt: der batterieelektrische Geräteträger ORTEN ET 400 U, der neue Elektro-Pick-up KGM Musso EV sowie der vollelektrische Hanggeräteträger Sauerburger e-GRIP. Vertreter von Autobahnmeistereien, Wasserwirtschaft, Kommunen und staatlichen Einrichtungen diskutierten dabei vor allem eine Frage: Welche elektrischen Arbeitsfahrzeuge sind im kommunalen Alltag heute bereits sinnvoll einsetzbar?

GZ-12-2026 vom 18.06.2026
Bild von zwei Personen vor einem Unimog mit Räumschild

KOMMUNAL-Tour 2026 zeigt in Elchingen die ganze Faszination des Unimog: Schweizer Taschenmesser auf Rädern

Rund 2.000 Fachbesucher, 40 Fahrzeuge und 30 Anbaugerätepartner: Die KOMMUNAL-Tour 2026 von Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge und der Knoblauch GmbH hat sich als Branchentreff für kommunale Praxis etabliert. Zum Abschluss der vier Stationen umfassenden Tour in Elchingen wurde noch einmal deutlich, warum der Unimog bis heute als vielseitigstes Arbeitsgerät im Bauhof gilt.

GZ-9-2026 vom 30.04.2026
Foto: Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Interview mit Hans Peter Göttler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der LfA Förderbank Bayern: Kommunale Wärmenetze – Planungssicherheit als Schlüssel für die Wärmewende

Die Wärmewende entscheidet sich vor Ort. Städte und Gemeinden stehen vor der Aufgabe, ihre Energieversorgung grundlegend umzubauen, unter hohem Zeitdruck, komplexen regulatorischen Vorgaben und oft angespannten Haushaltslagen. Wärmenetze gelten dabei als zentraler Baustein für eine klimaneutrale Versorgung, bringen jedoch erhebliche Investitions- und Planungsrisiken mit sich. Die LfA Förderbank Bayern unterstützt Kommunen und kommunale Unternehmen bei dieser Transformation mit speziellen Finanzierungsinstrumenten. Im GZ-Interview erläutert Hans Peter Göttler, stellvertretender LfA-Vorstandsvorsitzender, welche Rolle Förderkredite bei der Umsetzung der Wärmewende spielen und wo die größten Herausforderungen liegen.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
Contempo2 zeigt den Weg: Wie Wasserkraft und Naturschutz am Lech zusammenfinden
Mit dabei beim Get-Together im historischen Dampfkraftwerk Gersthofen: v.l.: Michael Bohlinger (Geschäftsführer LEW Wasserkraft), Dietrich Gemmel (Vorstand LEW), Malte Suderkötter (Vorstand LEW), Staatsminister Thorsten Glauber, Bernd Zitzelsberger (Dritter Bgm. Stadt Augsburg), Abgeordnete Marina Jacob, MdL, Abgeordneter Wolfgang Fackler, MDL, Marian Rappl (Hauptgeschäftsführer VBEW), Dr. Andreas Otto (Präsident Fischereiverband Schwaben), Martin Glink (Geschäftsführer LEW Wasserkraft). Foto: LEW / Jonas Ziegler

Contempo2 zeigt den Weg: Wie Wasserkraft und Naturschutz am Lech zusammenfinden

Wie lässt sich erneuerbare Energie ausbauen, ohne die Natur aus dem Blick zu verlieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Fach- und Exkursionsnachmittags am Lech, der am Vortag des Bayerischen Wasserkraftforums stattfand. Rund um das Kraftwerk Gersthofen wurde deutlich: Der Konflikt zwischen Wasserkraft und Gewässerschutz muss kein unauflösbarer Gegensatz sein. Das EU-geförderte Projekt Contempo2 will zeigen, wie sich Klimaanpassung, ökologische Aufwertung und Energieerzeugung miteinander verbinden lassen.

GZ-14-2026 vom 15.07.2026
Kneidinger zur Kindergartenförderung: Keine Mehrbelastung für Eltern und Kommunen
GZ Fahne

Kneidinger zur Kindergartenförderung: Keine Mehrbelastung für Eltern und Kommunen

Der Freistaat Bayern plant eine Reform des Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes. Nach den bisherigen Überlegungen soll der Elternbeitragszuschuss von 100 Euro pro Kindergartenkind in seiner bisherigen Form entfallen. Die dadurch frei werdenden Mittel sollen zwar vollständig im Kita-System bleiben und unter anderem die staatliche Betriebskostenförderung erhöhen. Passaus Landrat Raimund Kneidinger warnt dennoch vor zusätzlichen Belastungen für Eltern und Kommunen.

GZ-14-2026 vom 16.07.2026
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