| (GZ-24-2025 - 18.Dezember) |
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► VR Bank Starnberg-Zugspitze: |
Nah dran als GeschäftsmodellVR Bank will regionaler Transformationsbegleiter Nr. 1 seinDas Geschäftsgebiet der VR Bank Starnberg-Zugspitze umfasst eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands. Mit einer Bilanzsumme von über 5,2 Milliarden Euro zählt die Bank zu den größten Kreditgenossenschaften im Freistaat. Was sie ausmacht, und warum die genossenschaftlichen Prinzipien auch heute wertvoll sind, erklärt Bernhard Benz (Mitglied der Geschäftsleitung der VR Bank Starnberg-Zugspitze eG) im Gespräch mit der Gemeindezeitung. GZ: Die VR Bank Starnberg- Zugspitze ist 2025 aus der Fusion der VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg und der VR Bank Werdenfels hervorgegangen. Was hat Sie im Verschmelzungsprozess persönlich am meisten beeindruckt?Bernhard Benz: Besonders beeindruckend fand ich persönlich, wie transparent alle Beteiligten – von den Mitarbeitenden, Aufsichtsräten bis hin zu den Mitgliedervertretern – von Anfang an eingebunden waren. Es wurde in regelmäßigen Abständen und mit verschiedenen Formaten sehr offen kommuniziert, was mir zeigt, dass die genossenschaftliche Idee nicht nur ein Schlagwort ist, sondern auch tatsächlich gelebt wird. Diese Fusion ist ein großartiges Beispiel hierfür. Am Ende des Tages ist es genau das, was Genossenschaftsbanken ausmacht: Wir stehen für eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam stärker wird. Und das wurde in diesem Prozess für mich auf sehr beeindruckende Weise sichtbar. GZ: Das heißt, die genossenschaftliche Idee ist zwar über 150 Jahre alt, aber alles andere als veraltet?Benz: Absolut! Die genossenschaftliche Idee mag über 150 Jahre alt sein, aber sie ist aktueller denn je. Im Verschmelzungsprozess und darüber hinaus ist die VR Bank Starnberg-Zuspitze ganz nah an den Menschen unserer Heimat drangeblieben, hat regionale Stärken bewahrt und gleichzeitig moderne, zukunftsfähige Strukturen geschaffen. Diese Verbindung aus Tradition und Innovation macht die genossenschaftliche Idee auch weiterhin so lebendig und relevant. GZ: Mit nah dran geben Sie ein Stichwort. Wie regional kann eine Bank in einer Zeit noch wirken, in der Beratung oft digital stattfindet und Kunden seltener in die Filiale kommen?Benz: Auch in unserer zunehmend digitalen Welt kann eine Bank sehr wohl regional wirken. Indem sie nämlich genau dort nah dranbleibt, wo es zählt: in der Förderung lokaler Projekte, der Unterstützung regionaler Unternehmen und durch persönliche Nähe zu den Mitgliedern und Kunden. Das Vertrauen und die persönliche Nähe können durch digitale Angebote nicht ersetzt werden. Wir sind für die Kunden genau dort nah, wo sie es möchten: vor Ort, in der Filiale oder auch mit unseren digitalen Angeboten. GZ: Dennoch: Insbesondere jüngere Kunden vergleichen oft im Internet per Klick. Fintechs und Onlinebanken werben mit Einfachheit und Preisvorteilen. Worin liegt heute der entscheidende Mehrwert einer VR-Bank?Benz: Besagte Fintechs stellen traditionelle Filialbanken vor deutliche Herausforderungen, dennoch bin ich überzeugt, dass der entscheidende Mehrwert einer VR-Bank in der persönlichen Beziehung zu unseren Mitgliedern und Kunden liegt. Wir kennen viele unserer Mitglieder, Kunden und ihre Familien oft über Generationen hinweg – das schafft Vertrauen und eine Verbindung, die keine Fintechs oder Onlinebanken ersetzen können. Diese Nähe, kombiniert mit modernen digitalen Lösungen, ermöglicht es uns, individuell und ganz persönlich auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen und sie in jeder Lebensphase zu begleiten. GZ: Bei ersten Banken gibt es kein Bargeld mehr, weil Schalter geschlossen und Geldautomaten abgebaut werden. Einzelfälle oder Beginn eines neuen Trends in der Bankenbranche?Benz: Für mich sind es erste Anzeichen eines Trends, der sich durch ein verändertes Kundenverhalten und die Digitalisierung entwickelt. Bargeld bleibt trotzdem für viele Menschen wichtig, und gerade wir als VR-Bank legen Wert darauf, auch in Zukunft „nah dran“ zu sein – mit Angeboten, die den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden entsprechen und dabei nachhaltige Lösungen fördern. GZ: Bleiben wir für einen Moment bei der Nachhaltigkeit. Ihre Bank will Zukunft nachhaltig gestalten. Wie übersetzen Sie das in handfeste Angebote für Handwerk, Mittelstand und Landwirtschaft vor Ort?Benz: Wir unterstützen Handwerk, Mittelstand und Landwirtschaft unter anderem mit nachhaltigen Finanzierungen, wie zinsgünstigen Krediten für energieeffiziente Projekte, Investitionen in erneuerbare Energien sowie mit Beratungen zu diversen Förderprogrammen. Wir gehen als VR Bank Starnberg-Zugspitze mit gutem Beispiel voran, um weiterhin der Transformationsbegleiteter Nr. 1 der Region für unsere Mitglieder und Kunden zu bleiben. GZ: Daran anknüpfend: Welche Prognose haben Sie für 2026 mit Blick auf Ihr Kreditgeschäft und die Stabilität der regionalen Wirtschaft zwischen Starnberger See und Zugspitze?Benz: Neben einem der schönsten Geschäftsgebiete in Deutschland haben wir auch ein wirtschaftliches Umfeld, das von starken und innovativen Betrieben geprägt ist. Wir erwarten daher ein solides und gesundes Wachstum im Kreditgeschäft im kommenden Geschäftsjahr. jg
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