| (GZ-15-16-2025 - 31. Juli) |
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Das Glas ist mindestens dreiviertelvoll!Die Sommerferien stehen vor der Tür, welche die Bayern auf-grund ihrer genetischen Anlagen immer von Anfang August bis Mitte September genießen. Auch wer aufgrund außerbayerischer Abstammung oder einem genetischen Defekt zu anderen Zeiten in Urlaub fährt, wird in den kommenden gut sechs Wochen eine spürbare Entspannung auf den innerstädtischen Verkehrswegen, im E-Mailpostfach und bei lästigen Businesseinladungen aller Art verspüren. Grund genug für mich, heute mal über erfreuliche Dinge zu schreiben. Inspiriert hat mich kein Geringerer als Bundeskanzler Friedrich Merz, der bei seiner Sommerpressekonferenz sinngemäß gesagt hat, dass die Deutschen sich selbst schlecht machen, wenn sie immer nur das halbleere Glas beschwören und sich nicht freuen, dass es eigentlich halbvoll ist. Sogar dreiviertelvoll. Ebenso inspiriert hat mich ein Interview mit einem bekannten Soziologen in einer großen Sonntagszeitung, der einfach feststellte, dass wir uns nur deshalb so unentwegt und ausgiebig über das Versagen der Deutschen Bahn mokieren, weil dies einer der ganz wenigen Bereiche ist, die in unserem Land nicht funktionieren. Soziale Sicherheit, Innere Sicherheit, Energiesicherheit, Mobilität (außer Bahn), Kommunikation (ja, Briefe dauern jetzt etwas länger, wie überall in vergleichbaren Industrieländern, aber E-Mails kommen immer noch ganz zackig), Daseinsvorsorge (ein Hoch auf die Kommunen!), ärztliche Versorgung, Notfalldienste – alles klappt in unserem Land überdurchschnittlich gut, wenn nicht sogar ausgezeichnet. Aber auch global steht die Menschheit doch eigentlich ganz gut da. OK, die Schlagzeilen hierzulande werden beherrscht von den fürchterlichen Kriegen in Europa, Nahost und andernorts, von vielfältigsten Krisen, den Eskapaden mächtiger alter Staatenlenker und natürlich vom Dauerfeind des gesunden Nachtschlafs, dem Klimawandel. Stichwort Klimawandel. Der ist eine Tatsache, unleugbar. Bedrohlich sei er, so die aktivistische Wissenschaft, weil er Naturkatastrophen wie Dürre, Brände, Stürme, Überschwemmungen zur Folge hätte, die viele Menschen mit dem Tod bedrohen. Die Schlüssel zu dieser Entwicklung heißen Fortschritt und Wohlstand. Bessere Methoden der Wettervorhersage, die Schutzmaßnahmen ermöglichen, modernes Bauen, funktionierende Infrastruktur sind Schlüssel dazu, dass trotz, im Vergleich zum 19. Jahrhundert, vervierfachter Weltbevölkerung und zunehmender globaler Erwärmung mit mehr Hitze und mehr Starkregen die Wahrscheinlichkeit, in Folge einer Wetterkatastrophe zu sterben, um 95 Prozent innerhalb von 125 Jahren zurückging. Eines der Horrorszenarien, die uns alle eigentlich schon gekillt haben sollten, feiert 50. Geburtstag. Das Ozonloch. Ultraviolette Strahlen aus dem All könnten ungehindert auf unseren Planten gelangen und „den letzten Akt für das Leben“ darauf einläuten, wie die Dauerwarnsirenen von Greenpeace einstmals verkündeten. Mitte der 1970er Jahre wurde es entdeckt, zusammen mit den Verursachergasen, vor allem Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW). Die Älteren werden sich vage erinnern. Wieder war es der Fortschritt, der uns aus der Patsche geholfen hat: Ersatzstoffe für FCKW und andere schädliche Gase wurden gefunden und verwendet, so dass die globalen Emissionen der Schadstoffe um 99 Prozent zurückgingen und sich das Ozonloch langsam schließt. Auch beim Thema CO₂ gibt es oft Missverständnisse. Ich erinnere mich noch gut an den Schulunterricht, als über die sogenannte Den Bogen vom notwendigen Zukunftsoptimismus zur Lösung unserer Gegenwartsprobleme schlägt der Philosoph Seneca: „Der große Teil des Fortschritts liegt schon im Willen zum Fortschritt.“ Schöne Ferien! |
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Ihr Pino
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