Aus den Kommunenzurück

 
(GZ-18-2025 - 25. September)
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► Jubiläumsfeierlichkeiten:

1.250 Jahre Holzkirchen und Sünching

Holzkirchen im Landkreis Würzburg und Sünching, eine Marktgemeinde im Landkreis Regensburg, feiern heuer ein außergewöhnliches Jubiläum: 1.250 Jahre Geschichte, Tradition und Gemeinschaft. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft waren bei den Feierlichkeiten anwesend, darunter Ministerpräsident Dr. Markus Söder.

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1.250 Jahre Sünching, v.l.: Patrick Grossmann, MdL, Landrätin Tanja Schweiger, Bischof Rudolf Voderholzer, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Bürgermeister Robert Spindler und Peter Aumer, MdB.Bild: bayern.de

Unter der Leitung von Bürgermeister Daniel Bachmann und einem engagierten Festausschuss stellte das beschauliche Aalbachtal-Dorf Holzkirchen ein vielfältiges Programm auf die Beine. Höhepunkte waren ein historischer Festumzug, ein Oldtimer-Treffen, ein Kinder- und Seniorennachmittag sowie ein attraktives musikalisches Rahmenprogramm.

„Die Seele Bayerns ist der ländliche Raum.“

Vor rund 1.000 Gästen trug sich Ministerpräsident Söder ins Goldene Buch der Gemeinde ein und würdigte die Bedeutung des Jubiläums: „Die Seele Bayerns ist der ländliche Raum. Er steht für Ehrenamt, das gute Miteinander und das große Engagement. Der Zusammenhalt ist hier sensationell, das sieht man auch an unseren Vereinen, Blaskapellen und engagierten Freiwilligen Feuerwehren.“

Die Geschichte Holzkirchens reicht bis ins Jahr 775 zurück. Im Rahmen des Jubiläums wurden historische Ausstellungen, Vorträge und Führungen angeboten, die den Besuchern einen tiefen Einblick in die Entwicklung des Ortes ermöglichten. Besonders hervorzuheben ist die ehemalige Benediktinerpropstei mit der Klosterkirche von Balthasar Neumann aus dem Jahr 1730, die im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand.

Auf eine bewegte Historie blickt auch die Gemeinde Sünching, die erstmals am 15. Juli 773 urkundlich erwähnt wurde, zurück. Die Feierlichkeiten, die sich über das gesamte Jahr erstrecken, fanden ihren Höhepunkt auf dem traditionellen Sünchinger Markt.

Begonnen hatte der Jubiläumstag mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Pfarrkirche. In seiner Predigt erinnerte Bischof Rudolf Voderholzer an die langen Traditionen des Ortes und würdigte die Arbeit der zahlreichen Wohltäter, darunter die Armen Schulschwestern, die sich um die Mädchenbildung verdient gemacht hatten. Zugleich appellierte er an die Gemeinde, insbesondere junge Menschen zu motivieren, sich aktiv am kirchlichen Leben zu beteiligen. Im Anschluss segnete der Bischof einen Gedenkstein, der dauerhaft an das Jubiläum erinnern wird. Die Inschrift lautet: „1.250 Jahre. Zur Erinnerung. 31. August 2025. Erste urkundliche Erwähnung: 15. Juli 773. Bürgermeister Robert Spindler und der Gemeinderat. Gestiftet von Familie Roßmeier.“

In seiner Begrüßungsrede verwies Rathauschef Spindler auf die historische Bedeutung des Jubiläums und hob hervor, dass Sünching seit 1.250 Jahren viele Epochen bayerischer Geschichte erlebt habe. Heute sei die Gemeinde ein moderner, lebendiger Ort mit Schloss, Kirchen, Vereinen, zwei Schulen, zwei Kindergärten und einem der modernsten Bahnhöfe Bayerns.

Ministerpräsident Söder unterstrich die Bedeutung von Musik, Brauchtum, gutem Essen, Freiheit, Frieden und Glauben und hob die Wichtigkeit der Dörfer für die Zukunft des Landes hervor. Er stellte das bayerische Lebensgefühl heraus und trug sich abschließend in das Goldene Buch der Gemeinde Sünching mit den Worten ein: „Komme gern wieder.“ Auch der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger und Staatssekretär Tobias Gotthardt erkundeten das Marktgeschehen und hielten im Festzelt Grußworte.

Ein weiterer Höhepunkt war ein prachtvoller Festumzug, an dem Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen teilnahmen. Ehrenamtliche, Vereine und Institutionen der Gemeinde präsentierten mit großer Begeisterung ihre Arbeit und zeigten, wie Traditionen lebendig gehalten werden. Daneben boten historische Ausstellungen und Führungen durch die Gemeinde den Besuchern die Möglichkeit, die Entwicklung Sünchings vom strategischen Knotenpunkt vergangener Jahrhunderte bis zur modernen Marktgemeinde nachzuvollziehen. Kulinarische Spezialitäten, musikalische Darbietungen und ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt rundeten die Feierlichkeiten ab.

DK

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