| (GZ-20-2025 - 23. Oktober) | ||
![]() |
||
|
Mit einem Festjahr voller Vielfalt, Kultur und Gemeinschaftsgeist feiert Mainburg (Landkreis Kelheim) in diesem Jahr sein 1200-jähriges Jubiläum. Als Grundlage dient eine Urkunde von 825, in der die Siedlungen „Slegilespach“ und „Puttinhusun“ erstmals in einer Schenkungsnotiz des Hochstifts Freising genannt werden. Die Erwähnung belegt, dass hier bereits zu karolingischer Zeit Menschen siedelten und wirtschafteten.
Die Region stand damals unter starkem Einfluss des Freisinger Bistums, das die Besiedlung und Erschließung des nördlichen Hallertaugebietes maßgeblich prägte. Über Jahrhunderte entwickelte sich aus den bäuerlichen Ansiedlungen eine Marktgemeinde mit wachsender Bedeutung für Handel und Handwerk. Im 15. Jahrhundert tauchte der Name „Mainburg“ erstmals in schriftlicher Form auf – abgeleitet wohl von der „Burg am Main“, was auf eine befestigte Anlage oder einen Adelssitz in der Nähe des Abensflusses hinweist.
Wirtschaftliches Zentrum
Im 19. Jahrhundert wurde Mainburg zu einem zentralen Ort des Hopfenhandels. Mit dem Aufblühen des Hopfenanbaus in der Hallertau, der größten zusammenhängenden Hopfenregion der Welt, stieg Mainburg zu einem wirtschaftlichen Zentrum auf und erhielt schließlich 1954 das Stadtrecht.
Festwoche als Höhepunkt
Den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete die fünftägige Festwoche in der Innenstadt. Unter dem Motto „1200 Jahre Mainburg“ verwandelte sich die Altstadt in eine Bühne für Musik, Handwerk, Kulinarik und Begegnung. Auf mehreren Plätzen wurden Konzerte, Stadtführungen und Sonderausstellungen veranstaltet. Die Innenstadt wurde in verschiedene Themenbereiche gegliedert – von der „Bierstraße“, auf der sich regionale Brauereien präsentierten, über den Mittelaltermarkt bis hin zu modernen Showbühnen. Begleitet von Musik und Tanz fand zudem ein offizieller Festabend mit Gästen aus den Partnerstädten Liancourt (Frankreich), Moriya (Japan) und Zaros (Griechenland) statt.
Zusammenhalt, Offenheit und Stolz
Bürgermeister Helmut Fichtner hob die Bedeutung des Jubiläumsjahres als Gemeinschaftsprojekt hervor: „Unser Jubiläum zeigt, was Mainburg wirklich ausmacht: Zusammenhalt, Offenheit und Stolz auf die eigene Geschichte. 1200 Jahre sind nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Blick nach vorn. Wir wollen zeigen, dass Tradition und Zukunft hier Hand in Hand gehen.“
Heute zählt Mainburg rund 15.000 Einwohner und gilt als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der südlichen Hallertau. Der Hopfen prägt nach wie vor das Selbstverständnis der Stadt – sichtbar in der Bayerischen Hopfenakademie, im Deutschen Hopfenmuseum und beim traditionellen Gallimarkt, der in diesem Jahr ebenfalls im Zeichen des Jubiläums steht.
Wir sind Mainburg
Das Motto des Festjahres – „Wir sind Mainburg“ – spiegelt diesen Zusammenhalt wider. Mit Aktionen wie dem Dekorationswettbewerb mit grünen Bändern oder der Bürgerumfrage „Was liebst du an Mainburg?“ wird die Bevölkerung aktiv in das Jubiläum eingebunden. Laut Rathauschef Fichtner steht Mainburg seit zwölf Jahrhunderten für Fleiß, Gemeinschaft und Offenheit. „Das Jubiläum ist unser gemeinsamer Beweis, dass diese Werte lebendig bleiben – auch für die nächsten 1200 Jahre.“
DK
Dieser Artikel hat Ihnen weitergeholfen?
Bedenken Sie nur, welche Informationsfülle ein Abo der Bayerischen GemeindeZeitung Ihnen liefern würde!
Hier geht’s zum Abo!









