Aus den Kommunenzurück

(GZ-5-2020)
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► Erfolgreiche Anstrengungen gewürdigt:

 

Nachhaltigkeitspreis für die Holzkirchner Geothermie

 

Soziale Marktwirtschaft war – dem Namensgeber getreu – ein dominierendes Thema auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel in Weißach am Tegernsee. Dass auch Kommunen Marktwirtschaft beherrschen, beweist die Marktgemeinde Holzkirchen mit ihrer Geothermieanlage. Für deren erfolgreiche Realisierung und den damit verbundenen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz erhielt sie den erstmalig vergebenen ZfK-Nachhaltigkeitspreis.

Um die Bemühungen von Kommunen in punkto Nachhaltigkeit und Daseinsvorsorge zu honorieren, schrieb die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) in diesem Jahr erstmalig ihren Nachhaltigkeitspreis aus. Groß war die Freude im Holzkirchner Rathaus und bei den Gemeindewerken, als bekannt wurde, dass Holzkirchen den `Preis der ZfK-Redaktion´ erhalten solle, der auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel verliehen wurde.

Imagefilm

Um den rund 800 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das Geothermieprojekt vorzustellen, war in Zusammenarbeit mit dem Holzkirchner Filmteam ‚das.filmament‘ ein gut vierminütiger Imagefilm erstellt worden, der zum Auftakt der Preisverleihung seine Uraufführung erlebte. Von den Anfängen des Projekts unter Altbürgermeister Josef Höß bis zur erfolgreichen Realisierung unter Bürgermeister Olaf von Löwis und dem aktuellen Gemeinderat reicht die Thematik des Films, auch die erfolgreiche Arbeit der Gemeindewerke und ihrer Mitarbeiter wird entsprechend gewürdigt. Der Kurzfilm ist auch auf der Homepage der Gemeindewerke (www.gw-holzkirchen.de) zu sehen.

Spannende Bohrphase

Die Laudatio hielt die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, die ihren Wohnsitz im Landkreis Miesbach hat und das Holzkirchner Geothermieprojekt schon als bayerische Wirtschaftsministerin aufmerksam und unterstützend begleitet hatte. Als „Krimi, manchmal sogar mit dramatischen Zügen“, der aber letztlich doch gut ausgegangen sei, bezeichnete Aigner die spannende Bohrphase in der Alten Au. Nun würden 10.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart, die Verbrennung von 50.000 Liter Heizöl täglich vermieden und nicht zuletzt würde alleine das Kraftwerk sechs Millionen jährlichen Erlös beisteuern. „Und trotz der Investition von 60 Millionen Euro für das gesamte Projekt müssen keine anderen Vorhaben der Gemeinde zurückstehen“, so Aigner.

Als Politikerin sei sie besonders erfreut, so die Landtagspräsidentin, dass das Projekt gut für die Umwelt, wirtschaftlich erfolgreich und förderlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei. „Um so ein Vorhaben trotz aller Schwierigkeiten erfolgreich durchzuziehen, braucht es Macher mit Steherqualitäten; und dieses Prädikat gilt ganz sicher für Bürgermeister Olaf von Löwis und Geschäftsführer Albert Götz“, lobte Aigner.

Ermunterung zur Kooperation

Bürgermeister von Löwis, der den Nachhaltigkeitspreis stellvertretend für die Marktgemeinde entgegennahm, bedankte sich bei der Laudatorin, beim Veranstalter Weimer Media Group und bei der ZfK, vor allem aber bei Gemeindewerke-Geschäftsführer Albert Götz und seinen Mitarbeitern sowie dem Gemeinderat für die erfolgreiche und ausdauernde Arbeit am Geothermieprojekt.

„Wir alle haben bewiesen: Kommunen können Unternehmer“, so von Löwis, der auch das Angebot an andere Landkreisunternehmen erneuerte, in punkto Geothermie zu kooperieren und als Ratgeber zur Verfügung zu stehen. „Wir waren mit der Geothermie im Landkreis zwar die Ersten, aber wir wollen nicht die Einzigen bleiben. Dazu sind Geothermie und andere erneuerbare Energien viel zu wichtig für die Zukunft“, unterstrich der Rathauschef.

 

 

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