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Ein Kommentar von Dr. Jürgen Gros
Nicht wenige Menschen assoziieren mit einer Bank eine Institution, bei der sie Bargeld beziehen können. Vielleicht am Schalter, gewiss jedoch an einem Geldautomaten. Dass die alte Gewissheit aber nicht zwingend trägt, zeigt in diesen Wochen die österreichische Oberbank. Sie betreibt in Deutschland 46 Filialen, knapp 20 davon in Bayern. Die Besonderheit: Seit Ende August schon gibt es an vielen bayerischen Standorten der Bank keine Geldausgabe mehr. Bis Ende September wurde auch in allen verbleibenden Filialen den Geldautomaten deutschlandweit der Stecker gezogen und die Schalterkassen dichtgemacht. Die Bank begründet das mit einem „veränderten Kundenverhalten“, aufgrund dessen die Bargeldabhebungen zurückgehen. Künftig will das österreichische Institut sich darauf konzentrieren, seine Kunden zu beraten und ihnen digitale Services zu bieten.
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