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(GZ-10-2023)
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► NaturgefahrenForum der Versicherungskammer Bayern:

 

Wetterfest gegen Naturgefahren

Extreme Wetterlagen häufen sich – Naturgewalten können jeden treffen

 

Auf dem NaturgefahrenForum der Versicherungskammer Bayern mit rund 150 Teilnehmern diskutierten Politiker und Wissenschaftler mit Experten des führenden Gebäudeversicherers in Bayern und der Pfalz unter dem Motto „#Wetterfest – gemeinsam vor Naturgefahren schützen“ über die sich ändernden Klimaverhältnisse und Möglichkeiten zur Absicherung gegen Naturgefahren.

Barbara Schick, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands und verantwortlich für die Schaden- und Unfallversicherung im Konzern Versicherungskammer, erläuterte, dass nach wie vor viele Immobilienbesitzer die Gefahr, Opfer von Starkregen oder Hochwasser zu werden, unterschätzen. Dies beträfe alle Bereiche des privaten, öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens. „Die Schäden an Hab und Gut sind oft existenzgefährdend. In den vergangenen Jahren haben wir das mehrfach erlebt. Und zwar gerade in Gegenden, in denen kein Mensch damit gerechnet hat, dass ein kräftiger Starkregen nahezu alles zerstören kann.“ Zu meinen, es könne einen nicht treffen, sei deshalb ein weit verbreiteter und fataler Irrglaube zugleich.

Prof. Martin Grambow, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, sieht deshalb Hochwasserschutz als ein zentrales Zukunftsthema. „Bayern wird hier bis 2030 insgesamt 4,8 Milliarden Euro investieren.“ Dabei setze der Staat auf die Kombination von natürlichem Rückhalt, technischem Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge. Ein weiterer wichtiger Baustein sei die Bewusstmachung des Hochwasserrisikos im Rahmen der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie. „Dennoch kann es einen hundertprozentigen Schutz vor Hochwasser nicht geben“, so Grambow weiter. „Wichtig ist deshalb, dass sich die Bürger vor eventuellen Schäden durch entsprechende Elementarschadenversicherungen für Gebäude und Hausrat individuell schützen.“

Nach einem Kabinettsbeschluss erhalten Unwetteropfer seit dem 1. Juli 2019 keine staatliche Soforthilfe mehr, sofern die Immobilie versicherbar gewesen wäre. Die Versicherungskammer Bayern kann im Freistaat 99,8 Prozent der Gebäude problemlos versichern. Für die verbleibenden 0,2 Prozent sind meist individuelle Lösungen nach einer Besichtigung vor Ort möglich.

 

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