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(GZ-6-2022)
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► Berechnungs- und Belegungstage in bayerischen Krankenhäusern im Jahr 2020:

 

Rückgang um fast 14 Prozent

5,6 Prozent mehr aufgestellte Intensivbetten als im Vorjahr
Jahresdurchschnittliche Intensivbettenauslastung lag bei 69,9 Prozent

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Jahr 2020 insgesamt 2,55 Millionen Patientinnen und Patienten (Fallzahl) vollstationär in den 353 bayerischen Krankenhäusern behandelt. Damit verringern sich vollstationäre Behandlungen um 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Berechnungs- und Belegungstage im Jahr 2020 betrug 18,49 Millionen. Dieser Wert ist 13,7 Prozent niedriger als noch im Jahr 2019. Die durchschnittliche Verweildauer pro Patient belief sich auf 7,2 Tage, der Vorjahreswert lag mit 7,1 Tagen leicht darunter.

Insgesamt standen im Jahresdurchschnitt 2020 in bayerischen Krankenhäusern 76 031 Betten zur Verfügung, also 0,1 Prozent mehr gegenüber 2019. Darunter waren 3 965 Intensivbetten (+5,6 Prozent). Die Bettenauslastung betrug im Jahr 2020 durchschnittlich 66,4 Prozent gegenüber einem Vorjahreswert vonm77,3 Prozent. Bei den Intensivbetten lag die jahresdurchschnittliche Bettenauslastung bei 69,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert mit 77,1 Prozent. Sowohl die Gesamtbettenauslastung als auch die Intensivbettenauslastung erreichten damit innerhalb des Vergleichszeitraums seit 2010 jeweils ihren niedrigsten Jahresdurchschnittswert. Von allen aufgestellten Betten befanden sich 70,3 Prozent in Krankenhäusern mit öffentlicher Trägerschaft.

Hauptsächlich öffentliche Trägerschaft

Die in bayerischen Krankenhäusern im Jahr 2020 im Jahresdurchschnitt insgesamt 76.031 aufgestellten Betten befanden sich mit 70,3 Prozent überwiegend in Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft. 19,2 Prozent waren in Krankenhäusern mit privater Trägerschaft und 10,5 Prozent in Häusern mit freigemeinnützigen Trägern vorhanden.

Die durchschnittliche Bettenauslastung betrug im Jahr 2020, bezogen auf alle bayerischen Krankenhäuser, 66,4 Prozent (Vorjahreswert: 77,3 Prozent). Bei den Intensivbetten lag der jahresdurchschnittliche Nutzungsgrad bei 69,9 Prozent (Vorjahreswert: 77,1 Prozent). Somit wiesen sowohl die Gesamtbettenauslastung als auch die Auslastung der Intensivbetten bezogen auf den Vergleichszeitraum seit 2010 ihren jeweils niedrigsten Jahresdurchschnittswert auf.

Differenzierung nach Größe

Von den 353 Krankenhäusern mit Sitz in Bayern verfügten 89,5 Prozent bzw. 316 über weniger als 500 Betten. 7,6 Prozent der Einrichtungen, also 27, umfassten zwischen 500 und 999 Betten und 10 Krankenhäuser, das ist ein Anteil von 2,8 Prozent, sind als große Häuser mit 1 000 oder mehr aufgestellten Betten einzuordnen.

Beschäftigungsverhältnisse

Im Jahr 2020 waren im Jahresdurchschnitt 153 483 Vollkräfte (mit einem direkten Beschäftigungsverhältnis, ohne Schüler und Auszubildende sowie ohne Belegärzte und von Belegärzten angestellte Ärzte) in den bayerischen Krankenhäusern tätig. Von den 153.483 Vollkräften gehörten 26.789 zum ärztlichen Dienst und 126.694 zum nichtärztlichen Dienst. Darunter befanden sich wiederum allein 56 547 Vollkräfte im Pflegedienst.

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der in den bayerischen Krankenhäusern beschäftigten Vollkräfte im ärztlichen Dienst um 677 oder +2,6 Prozent und im nichtärztlichen Dienst um 3 184, was +2,6 Prozent entspricht, zu. Die Anzahl der Vollkräfte im Pflegedienst stieg um 2 326 Personen oder relativ um 4,3 Prozent.

Ausführliche Ergebnisse enthält der voraussichtlich im April 2022 erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2020 (Bestellnummer: A4200C 202000)“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/statistik/bildung_soziales/gesundheitswesen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

 

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